Dresden,
die schöne Stadt der Oper und des Barocks ließ bitten.
Am Abend des 20. Mai, an einem schwülen und heißen Tag,
in einer Halle im Stil eines amerikanischen "Loft", wie
geschaffen für eine martialische Gala, traf sich alles,
was Rang und Namen im Free-Fight zur siebten Deutschen
Meisterschaft. Seit 2000 hat Chief Master Stockmann, der
Leiter und Begründer der FFA dafür
gesorgt, dass diese Art von Veranstaltungen
stattfindet.
Gegen alle Erwartung und alle vorgefertigte Meinung
hat der Chief Dresden nicht umsonst gewählt. Zum fünften
Mal hat er die Erfahrung gemacht, dass vor ausverkaufter
Halle eine hoch qualitative Veranstaltung vor gesittetem
Publikum vorgetragen werden kann. Die zahlreichen
Zuschauer und die Sponsoren sind gute Kenner der Szene.
Die Atmosphäre war entspannt, wie nirgendwo sonst, die
Bewirtung war in der Höhe des Anspruchs.
Vierzehn Paarungen standen auf dem Programm, davon
waren fünf lokale Matadoren aufgestellt worden. Gegen
alle Regeln der anderen Sportarten und deren
Veranstaltungen, hatten die Journalisten, Kamera-Teams
und andere Berichterstatter Zugang zu allem, was sie
interessieren konnte. Dies ist eine Premiere, die man
als Beispiel vermerken muss. So nahmen wir alle Teil am
Meeting der Coachs und Kämpfer. Die Referees
(Kampfrichter) waren Mister Stockmann und Mister
Burczynski sowie der Ringarzt der Malteser. Es wurde
nach den B-Klasse-Regeln gekämpft. Eine ganze Liste von
Regeln und Paragraphen wurde durch gepaukt. Eine
prophylaktische Vorbeugung gegen die "ich habe es nicht
gewusst", die immer wieder vorkommen. Bei dem Meeting
waren alle Kämpfer wie ihre Coachs ganz ruhig,
konzentriert und sachlich.
Das Prinzip der Veranstaltung ist pyramidal, auch als
K.O.-Runde bekannt. Die Fairness der Veranstaltung der
FFA wurde betont durch die Aussage von Chief Master
Stockmann bezüglich der Handschuhe: "Sollte ein Kämpfer
auf den Gedanken kommen, mit aufgebauten Handschuhen
(frisierte Handschuhe) in den Ring zu steigen, wird er
sofort vor den Staatsanwalt vortreten mit einer Reihe
von Anklagen, u.a. erstgradigem Versuch von
Körperverletzung und Betrügereien". Also genug um eine
Lebenskarriere zu beenden. Ein paar Minuten später
kündigte der Moderator, einer der Michael Buffer nicht
zu beneiden braucht, den Einmarsch der Gladiatoren an.
Erwartungsgemäß zeigten sich zuvor die rassigen
Pflicht-Nummern-Girls. Die Kämpfer und ihre Paarungen
wurden vorgestellt. und schon ging es auch gleich danach
los. Showtime!!!
Dorian Pridal vs. Yasin Mengüllüoglü,
Sieger Yasin Mengüllüoglü
Yasin fackelte nicht lange und setzte gleich eine
schulmäßige Guillotine an, ließ sich zu Boden bringen,
aber hielt fest. Dorian kam trotzdem raus und stand im
Halb-Guard. Die erste Runde
war
Yasin die gesamte Zeit unter Dorian, konnte jedoch alle
versuchten Schläge zum Kopf und Körper abwehren und
kontrollierte die Situation und ließ sich nicht aus der
Ruhe bringen.
Die zweite Runde! Dorian übernahm im Open Guard. Sofort
konterte Yasin durch eine Wendung und bombardierte
Dorian mit allerlei Stößen bis dieser aufgab. Während er
aus dem Ring stieg, sagte Dorian zu seinem Sekundanten:
"Der Typ war mir zu kräftig".
Andre Balschmiter vs. Yasin Mengüllüglü,
Sieger Yasin Mengüllüglü
Zwei erfahrene Hasen, gut gewachsen und gewaschen
stiegen in den Ring. „No comment about who is who“.
Das roch nach Brisanz und was für einer.
Das Unglaubliche geschah. Ein rechter Schwinger
blitzschnell aus dem Nichts erwischte Andre an
linken Seite des Kopfes. Der eine und einzige Schlag
des Kampfes, und das war der Bilderbuch-K.O. Einen
doppelten Kieferbruch zog sich sein Gegner zu,
worauf Yasin aber nicht stolz ist sondern im
Gegenteil.
Finale -85 Kg Ata Zambakikas vs. Yasin
Mengüllüglü, Sieger Yasin Mengüllüglü
Ata hatte in seinen vorherigen 2 Kämpfen zuviel abgekriegt
und konnte und
durfte auch nach einem Check des Doktors nicht mehr
antreten.
Neuer Deutscher Meister : Yasin
Mengüllüoglu
Datum: 23.05.07
Autor: Godwill AMES
Zeitungsartikel PDF 4 MB